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Tornado 2 – Die neuen Packtaschen von Enduristan


„Komplett geschweisste, 100% wasserdichte Konstruktion! Die Tornado Packtaschen gibt es in vier Grössen, von 20 Litern für den Wochenendausflug bis zu 84 Litern für Deine Weltreise. Der Rollverschluss über die ganze Breite sorgt für bestmögliche Zugänglichkeit und Übersicht. Pünktlich zur Abreise ist das sehnsüchtig erwartete Paket aus der Schweiz eingetroffen.“ 

Dieses waren die ersten Zeilen eines Artikel aus dem Jahr 2011. Obwohl erst ab März 2012 verfügbar, durfte ich bereits im Dezember 2011 die ersten Bilder von dem Vorserienmodell der Tornado-Packtasche in der Größe L zeigen und auf meinem Abenteuer Terra Australis ausgiebig testen. Diese Packtasche hatte mir auf meinen Reisen bereits sehr gute Dienste geleistet. Insbesondere die auf dem Stoff aufgenähten Materialschlaufen die dafür gesorgt haben, dass das Gepäckstück immer fest mit dem Motorrad verbunden war und ich dort meinen Wassersack befestigen konnte, hatten mich überzeugt.

Seit dieser Zeit haben sich die Tornado Packtaschen gut verkauft. Getreu dem Anspruch von Enduristan, Enduroreisgepäck von hoher Funktionalität, innovativen Details und bester Qualität anzubieten, wurde auch die Tornado Packtache weiterentwickelt.

Tornado 2L mit DELUXE Schultergurt

Enduristan hat nun einen Nachfolger auf den Markt gebracht den ich unbedingt haben wollte. Bei der Suche nach weiteren Informationen zu den neuen Packtaschen konnte ich leider keine Auflistung der Änderungen zum Vorgängermodell finden. Dementsprechend habe ich mich entschlossen neben den Neuerungen auch die beiden Packtaschen, also die Tornado 1L mit der Tornado 2L zu vergleichen. 

 Die Neuerungen der Tornado 2 Packtaschen

Wie alle aktuellen Produkte aus dem Hause Enduristan werden nun auch die Tornado 2 Packtaschen mit dem neuen 3-Schicht Stoff hergestellt.

Dieser Stoff besteht aus drei Lagen.

  • Die erste Lage und damit das sichtbare Aussenmaterial besteht aus einem abriebfesten Polymer.
  • Die mittlere Schicht besteht aus einem 1000D Nylongeflecht welches eine maximale Reißfestigkeit sicherstellt.
  • Die innere Schicht besteht aus rotem Vinyl und sorgt damit für die 100% Wasserdichtigkeit und gleichzeitig für den notwendigen Kontrast im „Innenraum“ .

Der neue Stoff wirkt deutlich edler, hochwertiger und robuster als der alte Stoff, gleichzeitig aber auch etwas steifer.

Desweiteren ist die neue Packtasche vorgeformt womit sich die Tasche, gerade in der Kombination mit dem neuem Stoff, deutlich leichter zu bepacken und zu verschliessen lässt als noch die Vorgängerversion. Dadurch ist das „Packmaß“ und die Steifheit höher.

Dennoch überwiegen die Vorteile beim Be- und Entladen des Gepäckes bei der Tornado 2 deutlich über den kleineren Packmaß der Tornado 1.

Auf den nächsten Bilder seht Ihr beide Packaschen im direkten Vergleich. Beide Taschen sind „unbefüllt“.

Tornado_2L 009

Vergleich: Tornado 1L und Tornado 2L.

Ein weiterer großer Unterschied ist der Innenraum der Tornado 2 Tasche. Dieser ist nun, wie bereits oben geschrieben aus rotem Vinyl und sorgt damit für einen guten Kontrast und damit für ein leichtes Wiederfinden der Dinge die in der Tasche stecken. Jeder der/die schwarze oder dunkle Dinge in einer Tasche mit schwarzen Innenfutter gesucht hat weiss wovon ich rede. Die das nicht Wissen, können sich auf den nächsten beiden Bilder einen eigenen Eindruck verschaffen.

Neuer Innenstoff und Netztaschen der Packtasche Tornado 2L.

Neuer Innenstoff und Netztaschen der Packtasche Tornado 2L.

Eine innenliegende Reisverschlusstasche mit drei aufgenähten Netztaschen sorgt nun für Ordnung in den Packtaschen Tornado 2.

Innenstoff der Tornado 1L Packtasche.

Innenstoff der Tornado 1L Packtasche.

Die neue Tasche besitzt ebenso wie das alte Modell auf beiden Seiten die bewährten auf dem Stoff aufgenähten Materialschlaufen.

Diese sorgen dafür dass das Gepäckstück immer fest mit dem Motorrad verbunden bleibt und dienen gleichzeitig als Befestigungspunkte für Zubehör wie zum Beispiel Wasser oder Benzinsäcke, Ölflaschen oder den neuen XS Zusatztaschen von Enduristan.

Diesmal hat Enduristan aber auf beiden Enden der Materialschlaufen jeweils zwei Ringe zur Befestigung der separat erhältlichen Deluxe Schultergurte aufgenäht. Mit diesem Luxusschultergurt lässt sich die Tasche sehr bequem und komfortabel tragen. Diese sind Aufpreispflichtig, können dafür aber mit allen Enduristan Produkten verbunden werden.

Die Tornado 1 Packtasche hatte noch einen sehr einfachen Tragegurt. Schön wäre es wenn bei einem neuen Modell der alte einfache Tragegurt wieder dabei wäre. Dafür würde ich auch gerne ein paar Euro mehr bezahlen. Die komfortablen Tragegurte, für zum Beispiel Flugreisen, könnte man dann seperat dazu kaufen.

Tornado 2L mit DELUXE Schultergurt

Tornado 2L mit DELUXE Schultergurt

 

Als weitere und damit auch letzte Neuerung ist noch der Halter für eine Beschriftungskarte (z.B. Namensaktie bei Flugreisen) zu erwähnen.

Tornado_2L 015

Halter für Beschriftungskarte

Weiterhin werden die extrem robusten und haltbaren Familienschnallen verwendet.

Alles in allem Gefällt mir die neue Packtasche sehr gut. Sie wirkt Edel und ist hochwertig verarbeitet. Die Neuerungen und damit Verbesserungen sind deutlich zu sehen/fühlen und überwiegen deutlich dem Wegfall des einfachen Tragegurtes und der Reduktion der Weichheit und damit des extrem kleinen Packmaß der alten Tasche. Aber mal ehrlich, wer braucht denn dieses kleine Packmaß? Wer von uns fährt denn eine Packtasche „leer und verstaut“ durch die Gegend?

Wie sich die Tasche auf großer Reise macht werde ich nach anstehenden Reisen berichten.

Die Packtaschen gibt es in folgenden Größen

S: 20 Liter 45 cm Breite 24 cm Durchmesser

M: 32 Liter 53 cm Breite 27 cm Durchmesser

L: 51 Liter 61 cm Breite 32 cm Durchmesser

XL: 82 Liter 67 cm Breite 38 cm Durchmesser

Hier der Link zu der Produktbeschreibung der Tornado 2 von Enduristan und hier der Link zum Webshop mit der Preisen und der Kaufmöglichkeit.

P.S.: Erlaubt mir noch einen letzten Hinweis.

Momentan gibt es noch Restbestände der Tornado 1 Packtaschen zu einem sehr guten Kurs im Enduristan Webshop.

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Die Nachbereitung: Gepäcksystem


Wie ich bereits in einen meiner ersten Artikel geschrieben hatte wollte ich erleben, ob die hohen Erwartungshaltungen an das Gepäcksystem von Enduristan meinen Erwartungen gerecht werden. Ob und wie ich mit dem Gepäcksystem von Enduristan zufrieden war, könnt Ihr ab jetzt lesen.

Während meiner Zeit in Australien bin ich etwa 12000 km mit der Enduro gefahren. Etwa die Hälfte davon war ich auf unbefestigten Wegen unterwegs. Sengende Hitze und monsoonartiger Regen, Sand-, Geröll-, Staub-, Wellblechpisten und Waldwege, Fluss- und Wasserdurchfahrten sowie steile Auf- und Abfahrten mussten gemeistert werden. Dementsprechend hoch waren die Belastung für das Gepäcksystem. Während dieser Reise konnte Enduristan beweisen, dass Ihre Monsoon-Satteltaschen, der neu entwickelte Sandstorm-Tankrucksack E2 und die Tornado-Packtaschen dem selbsternannten Motto: „In Enduristan ist die Ausrüstung reines Mittel zum Zweck.“ oder „Enduristan entwickelt und vertreibt Motorradgepäck erster Klasse“ gerecht werden.

Erfahrungsbericht:

  • Die Monsoon-Satteltaschen:
    Sie sind der Garant für – Reisen light -. Obwohl diese Taschen an meinem Motorrad nur an wenigen Stellen, nämlich am Gepäckträger, auflagen, haben diese Taschen durch einen sehr guten und festen Sitz überzeugt. Selbst starke Vibrationen durch Wellblechpisten haben die Taschen nicht in der Ausrichtung und der Positionierung verändert. Dieses schiebe ich insbesondere auf die Befestigung der Taschen mit dem hochelastischen Riemen (ROKStraps) System. Die Taschen sind mit einigen praktischen Details ausgestattet, welche einem erst auf dem zweiten Blick auffallen. Die Materialschlaufen, welche ich zur Befestigung von zusätzlichem Wasser, Regenkleidung oder meinem Oz-Sonnenhut genutzt habe sowie der extrem lange und hohe Rollverschluss gehören dazu. Der lange und hohe Rollverschluss bietet genügend Material und Reserven (auch bei voller Beladung) für einen wasser- und staubdichten Verschluss. Im Gegenteil zu anderen Herstellern sind die vorderen und hinteren Familienschnallen fest mit der Tasche vernäht. Dieses hat den Vorteil, dass sich damit die Verbindungsriemen und Schnallen nicht um die komplette Tasche geführt werden müssen. Auch wenn damit der Tragegurt entfällt (welchen ich nie vermisst habe) hat dieses den Vorteil das sich damit die Schnallen immer an der vorgesehenen Stelle befinden. Die Verarbeitung der Taschen ist sehr hochwertig und die Aussenhaut (Tasche) hat die Tour ohne Blessuren überstanden. Die flexiblen Trennwände sorgen gerade in der Kombination mit dem zu den Monsoon passenden Isolation Bags, für Sicherheit und Ordnung im Gepäck. Doch das Beste zum Schluss: Aufgrund der Trennung der Innen- und Aussenhaut der Monsoon-Satteltaschen kann die Aussenhaut zur Reinigung nach aussen gestülpt werden. Somit kann die Tasche einfach gereinigt werden. Ich konnte mich von davon überzeugen als ich die Überreste einer ausgelaufenen Flasche WD40 aus der rechte Tasche entfernen musste.
  • Der Sandstorm E2 Tankrucksack:
    In diesem TR habe ich neben den Dingen für den „täglichen Motorradbedarf“, meine Photokameras (Spiegelreflex, Kompaktkamera, Helmkamera), mein Photostativ, Handy, etwas Werkzeug, ein Bremsscheibenschloss und Reisedokumente transportiert. Um diese Dinge ordentlich unterzubringen, ist eine sinnvolle Aufteilung sowie ein staub- und wasserdichter Verschluss das Wichtigste. Hier hat Enduristan nicht zuviel versprochen. Der TR war über die gesamte Strecke staub und wasserdicht. Das hochwertige Material und Verschlusssystem haben die ganze Reise ohne jegwelche Probleme, Mängel und/oder Schwergängigkeiten überstanden. Das Kartenfach überzeugte mit seinem sehr großen Format und durch Wasserdichtigkeit. Durch den Schnellverschluss können Dokumente / Karten sehr einfach und schnell (auch während der Fahrt ;-)) entnommen werden. Das herausnehmbare Dokumentenfach hat während der ganzen Reise für Ordnung in meinen Papieren gesorgt. Lästiges Suchen nach Kuli, Reisedokumenten, Handy und Motorradschlüsseln gehört damit der Vergangenheit an. Der TR hatte einen straffen Sitz und war dennoch leicht an meinem Tank zu befestigen. Anfängliche Probleme beim „im Stehen Fahren“ konnten durch eine neue Positionierung des TR auf meinem Tank behoben werden. Für den Fernreisenden, der viel Platz und dennoch einen pistentauglichen TR haben möchte, kann ich den Sandstorm E2 Tankrucksack unengeschränkt empfehlen.


  • Die Tornado Packtasche (Größe L):
    Bei der Packtasche war es mir wichtig, dass ich hier mein komplettes Campingzubehör verstauen kann und gleichzeitig direkten Zugriff darauf habe. Zusätzlich ist es mir wichtig dass die Packtasche wasserdicht ist und sich gut und nachhaltig auf meinem Motorrad befestigen lässt. All dieses bietet die Tornado Packtasche. Diese Packtasche ist aus dem gleichen Material wie die Monsoon Satteltaschen, ist hochwertig verarbeitet, mit den altbewährten und robusten Familienschnallen von Enduristan ausgestattet und hat Materialschlaufen. Die Tornado Packtasche hat mit ihrem flexiblen, weichen Material sowie durch Wasser- und Staubdichtigkeit überzeugt. Ein weiterer Vorteil des weichen und flexiblen Materiales ist, dass die Tasche auf ein Minimum an Volumen reduziert und somit leicht im restlichen Reisegepäck verstaut werden kann. Besonders schön wenn das zusätzliche Gepäckvolumen der Packtasche mal nicht benötigt wird. Ein absolutes Highlight und damit meine Empfehlung wert, sind auch hier die Schlaufen für die Führung der Spanngurte über die Packtasche. Alternative Hersteller von Packtaschen scheinen sich nicht im Klaren zu sein, wie wichtig eine rutschfreie Führung und Befestigung von Gepäckgurten an Packtaschen ist. Gerade bei Fahrten abseits befestigter Wege ist es ein wichtiges Plus, wenn die Spanngurte und damit das Gepäck sicher an ihrem Platz bleiben. Der Inhalt der Tasche war stetz wasser und staubgeschützt.

Fazit:
Enduristan verspricht nicht nur heisse Luft sondern überzeugt durch erstklassiges Gepäck für den Reiseenduristen. Den Produkten sieht man an, dass hier begeistere Endurofahrer am Werk waren. Für mich das beste Reisegepäck, welches ich für mein Abenteuer in Down Under haben konnte.
Staub- und Wasserdicht, zuverlässig, robust und vielseitig nutzbar und qualitativ hochwertig, wherever you ride!

Wer sich ein weiteres Bild von Endursitan machen möchte kann dieses unter: http://www.enduristan.de tun.

Von Melbourne nach Canberra, ab durch die Great Dividing Range


Australien, ein Land der Wetter-Extreme.

Dieses durfte ich bei meiner Ankunft in Australien erleben. Gerade angekommen, war ich bereits Mitten im Heatblast. Heute, am 12. Januar, verlasse ich diese Stadt bei 15°C im Regen und mit Aussicht auf Regen, Sturm und Schnee.

Wie dem auch sei. Raus auf die Straße und ab in die Great Dividing Range (siehe Exkurs), dass war mein Motto des Tages. Melbourne habe ich in östlicher Richtung, entlang des Yarra Rivers verlassen, und bin dann nach Norden, in die australischen Alpen, Richtung Healthville weitergefahren. Hier hat der Regen glücklicherweise nachgelassen.

Im Yarra Ranges National Park viel es mir dann wie Schuppen von den Augen. Wo bin ich hier eigentlich? Die Landschaft, die Pflanzenwelt, die Gerüche? Vieles sieht  unbekannt aus und riecht auch ebenso? Kein Wunder! Ich bin durch meinen ersten Eukalyptus Wald gefahren. Neben den Eukalyptusbäumen gibt es hier Farne in einer Größe, wie ich sie selbst aus dem südamerikanischen Regenwald nicht kenne.
Alles riecht hier irgendwie nach Hustenklömpkens. Dass kommt mir sehr gelegen, gerade da ich mit einer leichten Erkältung kämpfe. Trotz Regen und kalten Temperaturen, oder vielleicht gerade deswegen war, ich wie geflasht.
Kurz einen Photostopp eingelegt (Bilder siehe oben) und weiter ging es, vorbei am Lake Eildon, einem beliebten Naherholungsgebiet, und weiter Richtung Mansfield.
Da sich das Wetter mittlerweile von seiner bezaubernden Seite zeigte, hatte ich mich entschlossen, den ersten Schotter unter die Räder zu nehmen. Auf der Strassenkarte sah eine kleine Strasse, welche um das Westufer des Lake Eildon entlang Richtung Bonnie Doon führte, sehr  viel versprechend aus. Die Entscheidung war gefallen. Es musste diese Piste sein. Diese hat dann auch mal Richtig Spaß gemacht! Die kleine Gravelroad (Schotterpiste), welche sich nach ein paar Kilometern in eine sehr gute Asphaltstrasse wandelte, führte in kleinen Kurven um  den See.
Gerade als ich die ersten Kurven in ambitioniertere Schräglage genommen hatte, hatte ich dann auch meinen ersten beinah Unfall.

Unfallparteien waren:
Ein deutscher Motorradfahrer (ich) und mindestens fünfundzwanzig Kakadu (Unfallgegner), welche von links meinen Weg kreuzten (weitere konnte ich, mit verschlossenen Augen in Embryonalhaltung und bei einer gleichzeitigen Vollbremsung, soweit das mit einer vollbeladenen G/S überhaupt geht, nicht zählen) und mir damit meine Vorfahrt nahmen! Schuldfrage geklärt. Wer jetzt glaubt, ach, gar nicht mal so wild. Also, diese Dinger, Namens Gelbhaubenkakadu, (für die Ornithologen unter uns Cacatua galerita) haben eine Körperlänge von bis zu 50cm und bringen dabei zwischen 720g und 1020g auf die Waage. Stellt Euch mal vor bei einer Geschwindigkeit von ca. 60 km/h in einen Schwarm davon zugeraten. 😉 Glücklicherweise gab es keine Toten oder Verletzten. Für weitere Infos zu den Kakadus siehe hier.
Während ich mich dann von dem Schrecken erholte, läuft mir dann ein weiteres unbekanntes Wesen über den Weg. Sah aus wie ein normaler Igel, nur drei mal so groß, dafür mit einer beachtlichen Schnauze, die in einer schwarzen Knopfnase endete, war es aber nicht. Wie ich später heraus finden sollte, handelte es sich hierbei um die endemische Art, den Ameisenigel oder short-backed Echidna (Tachyglossus aculeatus).Ameinsenigel 008

Willkommen, im unbekannten Land Down Under!

Die erste Nacht habe ich auf einen Campingplatz in Mansfield verbracht. Aber was schreibe ich, Ihr könnt alle Orte, an denen ich war und die Strecken die ich bisher gefahren bin, im Life Tracking mitverfolgen. Dementsprechend gehe ich von nun an nur noch auf besondere Dinge ein, wie im nächsten Schritt die Great Alpine Road.

Diese Strasse hat es in sich. Sie zählt zu einer der Landschaftlich schönsten Strassen, gerade für Motorradfahrer, in Australien. Eine Kurven jagt die nächste, ein schöner Ausblick den nächsten, und das auf sehr guten und griffigen Asphaltstrassen. Leider hat in den ersten Kurven meine eingebaute „Schräglagenbegrenzung“ warnend eingegriffen. Mein Hauptständer hatte in einer mutig genommenen Rechtskurve Bodenkontakt. Irgendwie passt der noch nicht wirklich zum Vorschalldämpfer. Ändern werde ich hier aber vorerst nichts. Ich verbuche diesen kleinen „Schräglagenbegrenzer“ unter Sicherheitsreserve. Wer weiss, wofür ich diese noch benötige?
Fazit: Great Alpine Road – ein Muss.

Die gesamte Region um Wangaratta und Bright, und damit auf der Great Alpine Road, ist ein riesiges Weinanbaugebiet. Die Produkte daraus sind nicht nur in Australien, sondern auch in Europa, prämiert, bekannt und geschätzt.

Für mich war diese Strasse allerdings nur eine Verbindungsetappe, um weiter auf kleineren Nebenstrassen und Pisten, Richtung Canberra zu fahren.

In Omeo, einem kleinen verschlafenen Nest am Eingangstor zum Alpine National Park, konnte ich eine weitere Nacht verbringen und einen erstklassigen und sehr schmackhaften StarBurger essen. Diesen habe ich in einem netten Cafe/Bar gegessen. Leider ist es mir hier mal wieder passiert. Gerade wenn es einem Richtig gut geht, man ein besonderes Ambiente entdeckt und oder erlebt, dann ist der Photoapparat in weiter Ferne und/oder das Handy hat keinen Strom mehr für weitere Aufnahmen. Folgendes habe ich mir nun hinter die Ohren geschrieben. !!!Der kleine Schwarze, Photoapparat, muss immer dabei sein!!! Wie zum Beispiel in der Wäscherei in der ich gerade (natürlich ohne Photoapparat, grummel) sitze und diesen Artikel schreibe.

In der Region, nördlich von Omen, gibt es eine Vielzahl von Minen, in denen Erze und Metalle abgebaut wurden. Dieses erschliesst sich auch dem Unwissenden, da die Strassen und Pisten so tolle Namen haben wie, Blue Metal Road oder Iron Street haben. Hier bin ich von einer gut präparierten Schotterpisten in eine kleine Minenstrasse eingefahren um eben diese zu besichtigen. Leider handelt es sich hierbei um eher schlechtere Waldwege als um Strassen und bei dem Gedanken auf solchen Pisten, in bergigen und einsamen Regionen, alleine zu fahren bzw. zu stürzen, war mir nicht wirklich wohl und habe die Suche nach der Mine irgendwann aufgegeben. Grundsätzlich sind diese Gravelpit oder Unpaved Roads aber in einem sehr guten Zustand und dementsprechend sehr leicht zu befahren. Meistens sind es Schotterpisten mit etwas Wellblech. Die Abschnitte, an denen es tiefere Löcher oder gar brutales Wellblech, eventuell sogar steile Auf und Abfahrten sowie Wasserdurchfahrten gibt, sind auf den Durchgangsstrassen eher selten. Dafür muss man schon u.a. auf eine dieser Minenwege 😉 Ich bin jedenfalls froh mit meiner „leichten“ Reiseeinduro hier zu sein. Also, bisher alles, auch für den durchschnittlichen Mopedfahrer zu meistern.

Nix dolles!

Aber gerade wenn man,…

Eine der bisher schönsten Strecken, war für mich die Strecke von Tuma in Richtung Canberra via Wee Jaspers, im Kosciuszko-Nationalpark bzw. Wee Jasper Nationalpark. Auf dieser Strecke fährt man sehr viele, weite und enge, Kurven auf asphaltierten und geschotterten Pisten. Gerade diese Abwechslung in einer wunderschönen Bergwelt, machen diese Piste zu etwas ganz besonderem. Das oben gezeigte Video wurde auf einem Teilabschnitt dieser Strecke 😉 gedreht. Und ja,ich  bin die Strecke zwar mit Schweissperlen auf der Stirn, aber Sturzfrei und ohne anzuhalten hochgekommen.

Grundsätzlich waren die letzten Fahrtage eine gelungene Abwechslung zwischen Kurven fahren und Cruisen auf Schotter- und guten Asphaltstrassen.  Und das ganze in einer grandiosen Bergwelt mit sehr wenig Verkehr!

Seit gestern (15.01.2011) bin ich nun in Canberra. Heute Abend werde ich mich das erste Mal in die Stadt begeben, um dann morgen, am 17.01., diese ausführlich zu besichtigen. Den heutigen Tag verbringe ich mit schreiben dieses Artikels, Wäsche waschen und ein wenig ums Moped und Gepäck kümmern. Bis bald.

Für die Kilometer – Könige:
12.01.2012: Melbourne – Mansfield -> 186,9km
13.01.2012: Mansfield – Omeo -> 311,3km
14.01.2012: Omeo – Tumbarumba -> 225,0km
15.01.2012: Tumbarumba – Canberra -> 251,3km

Leider gab es auch ein paar sehr unschöne Dinge zu sehen. Ab hier, nichts für Kinder unter 12 und oder Menschen die Katzen lieben!!!

  • Mein erstes Känguru und meinen ersten Wombat konnte ich sehen, leider etwas steif und Tod – ein weiterer Strich in dem Kapitel Namens, Roadkill.
  • Kennt Ihr diese Situation in der man sich plötzlich unbehaglich fühlt? Gerade war alles noch unbeschwert und glücklich, doch plötzlich schleicht sich ein ungutes Gefühl in die Magengrube ein? Dieses hatte ich auf einer einsamen Piste von Omeo nach Uplands. Auf dieser Strasse in einer wunderschönen Gegend, sah ich fünf Bäume die ihren Schatten auf die Strasse warfen. Als ich mich diesen näherte flogen Vögel aufgeschreckt aus den Bäumen. Der Grund meines Unbehagens waren Katzen die an ihren Schwänzen in den Ästen angebunden waren. Auch Tod. Warum machen Menschen so etwas? Ich glaube die Antwort ist eigentlich ganz einfach. Weil sie Böse sind!

Exkurs:

Die Great Dividing Range ist der größte Gebirgszug Australiens. Dieser Gebirgszug ist gleichzeitig eine Wasserschneide zwischen den Flüssen in dieser Region, welche entweder in das größte australische Flusssystem, dass Murray-Darling Bassin (Deckt 14% der Landmasse Australiens und damit 1,5mio km2 ab) und damit in das Landesinnere oder in den Ozean fliessen. Der Gebirgszug erstreckt sich vom südöstlichen Victoria bis in das nördliche Queensland. In diesem Gebirgszug befindet sich auch Australiens Höchster Berg, der Mount Kosciuszko  mit 2.228 m. Gegende wie, die Victorian Alps, die SnowyMountains und die Bue Mountain sind hier zu finden. Ostaustralien bezieht Größtenteils des verbrauchten Wassers aus dieser Region, in der sich folgerichtig, einige natürlich Wasserreservoiurs und Stauseen befinden.

Die Great Dividing Ranges beherbergen viele Nationalparks und Naturschutzgebiete. Gleichzeitig ist es ein beliebtes Wander, Ski, Freizeit und Naherholungsgebiet. Auf meiner Reise waren in den Niederungen ganze Hänge von Wald abgeschlagen. Offensichtlich wird hier viel Nutzholz gewonnen. Der Begriff, Wiederaufforstung scheint hier noch nicht bekannt zu sein. Sehr Schade, gerade wenn man bedenkt was für ein schönes Stück Erde hier vernichtet wird.

Der Alpine-Nationalpark befindet sich im australischen Bundesstaat Victoria, nordöstlich der Großstadt Melbourne. Mit einer Fläche von 6.474 km² ist er der größte Nationalpark Victorias. Sein Gebiet schützt die höchsten Berge des Bundesstaates und umfasst einen großen Teil der Hochgebirgsregion der Great Dividing Range und ist einer von acht Nationalparken, die die australischen Alpen schützt. Der Park grenzt an den Kosciuszko-Nationalpark im Nachbarbundesstaat New South Wales und Der Park umfasst eine der wenigen Regionen Australiens, die im (Süd-)Winter regelmäßig Schneefall erleben.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Alpine-Nationalpark
Weitere Infos hierzu unter: http://parkweb.vic.gov.au/explore/parks/alpine-national-park

Der Kosciuszko-Nationalpark (engl. Kosciuszko National Park):
Weitere Infos unter http://www.environment.nsw.gov.au/NationalParks/parkManagement.aspx?id=N0018

Die Zeit für “Extreme“


Pünktlich zur Abreise ist das sehnsüchtig erwartete Paket aus der Schweiz eingetroffen.

Um für Australien und seine stark unterschiedlichen Witterungsbedingungen (für weitere Infos siehe unten: Exkurs Klimazonen) gut ausgerüstet zu sein, hat mir Enduristan nun weiteres Reisegepäck aus Ihrem Programm geschickt.

Dementsprechend stellen sich nun neben den Monsoon-Satteltaschen,
dem Sandstorm-Tankrucksack auch die neu entwickelten Tornado-Packtaschen dem Abenteuer Terra Australis.

Dem aufmerksamen Leser ist es sicherlich bereits aufgefallen.

Was sind und wie sehen die neuen Tornado-Packtaschen aus?

Die Tornado – Packtasche ist eine Neuentwicklung von der Schweizer Firma Enduristan.  Obwohl die Serie erst im März 2012 verfügbar sein wird, darf ich Euch bereits heute die ersten Bilder von dem Vorserienmodell Tornado in der Größe L zeigen. Dieses ist auch das Modell mit dem ich durch Australien reisen werde.

     

Die Tornado Packtasche im Detail:

  • sind aus dem gleichen Material wie die Monsoon Satteltaschen.
  • ist hochwertig verarbeitet.
  • ist mit den altbewährten und robusten Familienschnallen von Enduristan ausgestattet.
  • hat zusätzliche Materialschlaufen zur sicheren und unverrutschbaren Befestigung der Tasche über z.B. ROKStraps oder Spanngurten.
    (Für mich sehr wichtig: Alternative Hersteller von Packtaschen scheinen sich nicht im Klaren zu sein, wie wichtig eine rutschfreie Führung und Befestigung von Gepäckgurten an Packtaschen ist. Gerade bei Fahrten, abseits befestigter Wege, ist es ein wichtiges Plus, wenn die Spanngurte und damit das Gepäck sicher an ihrem Platz bleiben.)
  • ist 100% wasserdicht.
  • hat einen langen querliegenden Rollverschluss.
  • hat eine Trageschlaufe und einen Schulterriemen
  • wird es in verschiedenen Größen geben.
  • wird im März 2012 in Serie gehen.

Damit bietet Enduristan nun ein vollständiges und Pisten-, Fernreise-, Reise-taugliches Rundumsorglos Paket.

Exkurs: Klimazonen in Australien:
Australien wird, aufgrund seiner großen Nord-Südausdehnung, in sechs unterschiedliche Klimazonen eingeteilt. Neben den großen Wüsten im Landesinneren, breiten sich die anderen Klimazonen kreisförmig darum aus, wobei der Norden tropisch und der Südosten eher einem gemäßigtem Klima entspricht.

Passend zur Jahreszeit. Monsoon fällt in NRW ein!


“Der Monsun (von arabisch „mausim“= Jahreszeit) ist eine großräumige Luftzirkulation der unteren Troposphäre im Gebiet der Tropen und Subtropen im Einflussbereich der Passate. Dieses findet man zumindesten bei Wikipedia über den Begriff Monsun. Glücklicher Weise dreht es sich hierbei aber um die wasser- und staubdichten Satteltaschen Monsoon von Enduristan.

Heute habe ich die erste Lieferung von Enduristan erhalten.
Als ich das Paket bei der Post entgegen nahm und auf meine direkte Rückfrage, Ist das alles? Ist da nicht noch ein Packet für mich?, nur ein zögerliches Kopfschütteln erhielt, war mir klar:
Hier kann es sich entweder nur um einen Irrtum, ein fehlendes Packet oder um sehr kompaktes Packmass drehen.
Zum Glück war letzteres der Fall 😉

Warum ich dieses schreibe?

Schau selbst. Unten seht Ihr die Lieferung welche die Satteltasche

Vergleich 38L zu Packet Enduristan 2x30L, 7,5L Isolationbag und VerpackungMonsoon (2 x 30L), den Verlängerungsriemen für extrabreite Kofferträger, die Spanngurte ROKstraps und eine Isolation Bag enthalten sollte.
Zum Größenvergleich steht einen Alukoffer mit ca. 38L Volumen daneben.

Also, erst einmal alles ausgepackt und auf Vollständigkeit überprüft.
Wie Ihr sehen könnt war alles im Packet enthalten.

Inhalt Teillieferung Enduristan

Dementsprechend, weiter zu Schritt zwei, der Zusammenbau der Satteltaschen.

Hier wurde mir schnell klar, warum alles so klein verpackt werden konnte. Im Gegenteil zu den vergleichbaren Ortliebtaschen liefert Enduristan die Versteifungen separat.Satteltaschen mit VersteifungDiese müssen durch eine Öffnung zwischen Außen- und Innenstoff eingeführt werden und anschließend am Außenstoff befestigt werden.
Dadurch ist der Innen- vom Außenstoff getrennt und kann zur

Einführung der Versteifung zwischen Innen- und AußenstoffReinigung nach Außen umgestülpt werden.
Jedem, dem schon mal eine Wein- oder Bierflasche, eine Milchtüte oder gar Eier in einer Tasche oder Koffer kaputtgegangen sind, weiß dieses zu schätzen ;-).

Nachdem alles zusammengebaut war, ist mir der extrem lange und hohe Rollverschluss aufgefallen.
Satteltaschen MonsoonDamit sollte genügend Stoff und damit Reserven (auf bei voller Beladung) für einen wasser- und staubdichten Verschluss vorhanden sein.

Die Verarbeitung wirkt sehr hochwertig, sinnige Details wie Reflextoren, Befestigungspunkte, Materialschlaufen und die flexiblen Trennwände sorgen für Sicherheit und Ordnung im Gepäck.

Materialschlaufen

Ein paar Punkte, die mir sehr positiv aufgefallen sind, möchte ich hier aufführen:

  • Die Mittlere Materialschnalle ist fest mit der Außenseite der Tasche verbunden so dass diese sich nicht versehentlich zwischen Motorrad und Tasche verklemmen kann.
  • Die vordere und hintere Familienschnallen sind vernäht. Dieses hat damit den Vorteil, dass die Verbindungsriemen und Schnallen nicht um die komplette Tasche geführt werden müssen und sich damit immer an der vorgesehenen Stelle befinden.
  • Die vielen Materialschlaufen welche zur Befestigung weiterer Dinge ermöglichen
  • Enduristan gewährt 5 Jahre Garantie auf Herstellungsfehler und Materialmängel.

Weitere Bilder zu den Monsoon-Taschen von Enduristan findet Ihr hier.

Ob die Taschen ihrem Namen gerecht werden?

Ich berichte von „Unterwegs“.