Die Nachbereitung: Australien


Was wollte ich eigentlich in Australien? Wer will denn da hin? Ist doch sowieso nur eine Notlösung wegen der Unruhen in einigen der Mittelmeer-Anrainer Staaten sowie in einigen Ländern in Afrika.
Dieses waren meine ersten Gedanken an Australien.
Heute, bereits mehr als sechs Monate nach meiner Rückkehr, bleibt mir nur ein Fazit über Australien

„Australia, you are fucking beautiful!“.

Während meiner Zeit in Australien bin ich etwa 15000 km gefahren. Davon war ich etwa 12000 km mit meiner Enduro unterwegs und die Hälfte davon auf unbefestigten Wegen. Sengende Hitze und monsoonartiger Regen, Sand-, Geröll-, Staub-, Wellblechpisten und Waldwege, Fluss- und Wasserdurchfahrten sowie steile Auf- und Abfahrten mussten gemeistert werden.
Halt vieles, was der Endurist so mag.
Ich bin durch die Great Dividing Range gefahren, konnte die Kunststadt Canberra mit seinen in Australien einzigartigen Museen besichtigen. Bin gefühlte tausend Kurven durch die Snowy- und Blue Mountains gefahren, um über die Great Ocean Road ins Herz und damit in das wahre Outback Australiens zu fahren.
Ich konnte die Einsamkeit, aber auch die Ruhe des Outbacks auf dem Oodnadatta Track und der Great Central Road erleben, um letztendlich an der schönen Westküste ausgespuckt zu werden.
Während dieser Zeit bin ich durch eine einzigartige Flora und Fauna gefahren und habe sehr viele offene, nette und stets hilfsbereite Menschen getroffen.
Gerade der Unterschied zwischen den Menschen der für australische Verhältnis stark besiedelten Ostküste zu den Menschen im Outback sowie an der Westküste haben mir einen einzigartigen Eindruck der Probleme und Stimmungen der Menschen gegeben.

Diese Menschen machen für mich Australien aus!
Sei es die Bratwurst im Brötchen, die sich unverhofft in mein Gesichtsfeld und später in meinen Magen schob, oder die eine oder andere Einladung zum kühlem Bier und Gespräch, der Verkäufer der mir die Roadsign schenkte die ich später auf meinen Motorradhelm klebte, Claudia aus Gerolton, welche mir einen für mich verwirrenden, aber auch erklärenden Einblick in „die Welt einer australischen Frau“ beschrieb. Selbst die Asiaten, die mich voller Begeisterung während der Fahrt auf meinem Motorrad anhielten, nur um unbedingt ein Bild von meinem Mopped und mir zu machen oder die Radfahrer und „Rucksack-Wanderer“, die um die sengende Hitze des Outbackes zu umgehen immer bei Nacht unterwegs waren.
Die nette Dame im Roadhouse von Tjukajirla auf der Great Central Road mit ihrem eigentümlichen, aber sehr lebhaften Lachen ( welches immer noch in meinen Ohren hallt und mir ein Lächeln ins Gesicht bringt), aber auch die Aborigines, welche mich mit dem Boomerang bedrohten oder alkoholisiert und sehr gewalttätig durch die Straßen von Alice Spings zogen.

Als Vertreter für die vielen Menschen (an deren Namen ich mich leider nicht mehr erinnern kann) stehen: Michael, Tom, Werner und Claudia, Beat und seine Frau, Deb und Stephen, Claudia, Tom und seine Bekannte aus Alice Springs, Mitch, Barb und Garvin, alle netten Menschen vom Sunset Beach Campground in Geralton, Andrew, Frank, Alain, Werner und natürlich Dieter.
All diese Menschen sind für mich irgendwie Australien. Dessen wahre Schönheit, aber auch brutale und harte Realität erst durch die darin lebenden Menschen zur Geltung kommt.

Die Menschen und deren Geschichten sind für mich das wahre Australien und der Grund, warum ich eine so unvergessliche Reise in das für mich unbekannte Land Down Under hatte. Euch gebührt mein tiefer Dank für eine unvergessliche und wunderschöne Zeit in Down Under.

Als Fazit bleibt mir nur wenig zu sagen ausser dass ich jedem, der/die schon immer den Wunsch hatte, aber insbesondere den Menschen, die noch unschlüssig sind, nach Australien zu fahren, raten:

Fahrt, macht Euch Euren eigenen Eindruck von Australien.

Aber Vorsicht, seit gewarnt! Australien verändert Menschen, auch Dich/Euch!

Es ist nicht sichtbar, aber auch mich hat Australien verändert. Und dafür bin ich sehr dankbar.

!!! Great Southern Land !!!

Doch wie geht es nun weiter?

Mein Abenteuer Terra Australis ist noch nicht abgeschlossen.
Aufgrund einiger sehr nachhaltigen und motivierenden Menschen habe ich mich entschlossen die Reise, meine Erfahrungen und die noch nicht erzählten Geschichten in einem Buch wieder zugeben.
Dieses soll neben dem eigentlichen Reisebericht auch die Brücke zu einem „Reiseführer“ über die Regionen und Orte die ich bereist habe schlagen. Vielleicht schafft es auch Menschen, die mich noch gar nicht kennen, zu einer Reise in dieses schöne Land zu motivieren und damit zu einem Buch zum Nachfahren zu werden. Es gibt schon erste Gespräche mit einem Verlag, der den Weg zu einer solchen Veröffentlichung ebnen könnte.

Desweiteren ist eine Photoshow im Anschluss an das Buch geplant, welche im Jahr 2013 auf verschiedenen Veranstaltungen gezeigt wird. Wieviele und in welchem Rahmen, habe ich och nicht entgültig entschieden.

Zu Guter Letzt möchte ich mich bei dir Dir,dem Leser, bedanken.

In diesem Jahr haben bereits 21000 Menschen auf diese Seite zugegriffen.
Seit dem 25. Februar 2012 wurde aus 47 Ländern der Welt auf meine Seite geklickt.
Aus 30 Ländern wurde meine Seite zwischen einem oder von bis zu zehn Lesern besucht.
Während von den Top Five Countries insgesamt 6455 Besuchern seit dem 25.02.2012 gezählt werden können.

Diese Top Five Countries sind:

  • Deutschland
  • Schweiz
  • Österreich
  • Australien
  • Lichtenstein

Dieser Blog und alle seine Artikel bleiben bestehen. Dennoch wird es in den nächsten Wochen hier einige Anpassunge geben, um Platz für neue Abenteuer zu schaffen.

Seid gespannt. Bis dahin Liebe Grüße vom Stan

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2 Antworten zu “Die Nachbereitung: Australien

  1. Hi Carsten,

    wieder sehr nett geschrieben. Wir warten mit Spannung auf Deinen kompletten Bericht. Nur wann????? Wie lange müssen wir noch warten?????

  2. @Aenki: Als erstes,….Vielen Dank für die Blumen. Bzgl. des Reiseberichtes müsst Ihr Euch noch ein wenig gedulden. Ich denke dass das noch bis April 2013 dauert. Spätestens zur Burg 2013 😉 Ich muss ja nochmal nach Australien um ein paar weitere tolle Bilder zu schiessen. Die müssen dann unbedingt in den Bericht. Ausserdem bin ich ja noch mit meinem Projekt „ReiseBuch“ beschäftigt. Hätte gar nicht gedacht dass das so viel Zeit kostet.

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