Enduro-/ Tourenjacken


Das Thema Endurojacke, beschäftigt mich seit dem ich mit dem Motorrad unterwegs bin.

Für meine Touren- und Enduroreisen bin/war ich immer auf der Suche nach funktionaler Kleidung welche Atmungsaktiv ist, gleichzeitig aber auch robust und bei hohen Temperaturen gut belüftet werden kann. Gleichzeitig ist mir der Enduro / Rallyestyle sehr wichtig. Eine normale Tourenjacke oder gar Lederkombi passen weder zu meinem Geschmack noch zu der Art meiner Reisen.

Doch was erwarte ich von einer funktionalen Touren- /Fernreisejacke die auf Strecken mit hohem Offroad Anteil sowie bei verschiedenen Witterungen genutzt werden soll?

Ganz einfach, die Eierlegendevollmilchsau. Naja, und die gibt es leider bekanntermaßen nicht.

Hier die Grundfunktionen die ich an einer Reise/Enduro-Jacke haben möchte sind:

  • Hohe Verarbeitungsqualität
  • Hoher Robustheit
  • Hoher Grad an Funktionalität
  • Gute Belüftung
  • Regenschutz
  • Atmungsaktivität
  • Guter Schutz für On und Offroad
  • Wetterschutz
  • Enduro / Rallye Style

Grundsätzlich gibt es dafür verschiedene Lösungsansätze und sehr unterschiedliche Systeme.

Tagesetappen (On/Offroad):

Diese fahre ich in der Regeln mit Klassischer Endurokleidung, also Protektorenhemd, Fahrershirt und je nach Wetter noch einer leichten Endurojacke. Diese Kombination eignet sich aber meist nur für warmes und trockenes Wetter. Sobald es nass wird, wird noch der Regenkombi darüber gezogen.

 

Mehrtagestouren / Fernreisen (On/Offroad):

In diesem Scenario hängt die Kleidung für mich stark vom Reiseziel ab. Fahre ich in grundsätzlich warme und trockene Gegenden oder in Regionen mit wechselhaftem Wetter? Je nachdem wie stark ich das wahrscheinlich vorherrschende Wetter und meine Fahrtechnischen Ambitionen wichte, fahre ich folgende Systeme:

In ausschliesslich Warme und Trockene Gebiete mit sehr geringer Regenwahrscheinlichkeit:
Wie Tagesetappen jedoch immer mit Regenkombi.

In europäische Regionen:
Enduroanzug ausgerüstet mit diversen Protektoren und Regenkombi bzw. plus Wasserdichtes und Temperaturregulierendes Inlett .

 

Grundsätzliche Erfahrung zum Thema Endurojacke.

Für meine Reisen und damit On- und Offroad haben sich Textiljacken und im Detail, Endurojacken bewährt. Diese bieten in der Regel einen gute Passform für Fahrten im Stehen aber auch sehr guten Komfort bei längeren Touren im Sattel. Der Schnitt ist normalerweise etwas weiter als bei reinen Tourenjacken und die bieten einen höheren Grad an Funktionalität (viele große Taschen (insbesondere auf der Rückseite) sowie oft einen Platz für z.B. einen Wassersack und/oder entsprechende Führungen für dessen Schlauch) .  Die Temperaturregulierung funktioniert über mehr oder weniger Große Lüftungsöffnungen, meistens im Brust oder Armbereichen mit einer Abluft im Rückenbereich.

Das große Manko der meisten Endurojacken ist für mich aber deren Wasserdichtigkeit. Meist ist das Oberflächenmaterial nicht oder nur sehr begrenzt Wasserdicht, dafür aber auch sehr luftig. Das Manko der fehlenden Wasserdichtigkeit des Oberflächenmaterials wird in der Regel durch einen modulieren Aufbau, in dem die Jacke zusätzlich mit einer wasserdichten und wärmenden Membran ausgestattet ist, gelöst. Leider hat dieses System den für mich immer stärker gravierend werdenenden Nachteil, dass hier eine Jackengröße gewählt werden muss, in dem die Passform entweder für Jacke mit Membran oder aber für Jacke ohne Membran passt. Ergo, entweder wird es saueng und die Bewegungsfähigkeit lässt nach (wenn mit Jacke und Membran gefahren) oder aber die Jacke ist ohne Membran sehr großzügig geschnitten und flattert im Wind. Gleichzeitig hat dieses System den gravierenden Nachteil dass sich bei jedem kleinsten Gewitter das wasserdurchlässige Oberflächenmaterial voll Wasser saugt und keinen entsprechenden Schutz bietet. Zieht man nun den Regenkombi darüber an, dann wird es schnell feucht fröhlich unterm Kombi. Entschließt man sich direkt in den Regenkombi oder aber unter die schützende Membran zu flüchten, dann wird es schnell warm und die Belüftung, die Beweglichkeit und der Komfort nehmen deutlich ab. Regnet es nun über einen längeren Zeitraum hat das Membransystem noch den weiteren Nachteil dass sich das Oberflächenmaterial voll Wasser saugt, die Jacke schwer zu trocknen ist und nach längerer Fahrt sich kleine Seen in den Armbeugen bilden aus denen das Wasser nur schwer abfliessen kann. Senkt nach einer längeren Regenfahrt mal die Arme. Ihr werdet überrascht sein was da für Wassermassen aus den Ärmel runter fliessen.

Dementsprechend scheint es für uns als Enduro- Tourenfahrer nur den Weg des Wetters und des Leidens zu geben, in dem regelmässige Stopps für Umzieh Aktionen eingeplant werden müssen. Gleichzeitig wird unser sowieso schon begrenztes Gepäckvolumen noch durch zusätzliche großvolumige Regenkombis und / oder Membranen begrenzt. Die oft neidvollen Blicke zu den Fahrern mit Tourenjacken, die mit Ihren wasserdichten Jacken auch bei schlechtem Wetter weiterfahren, sind damit wohl unser Eigen.

Doch dieses könnte aber bald (zu mindestens für mich) ein Ende haben. Wie, lest hier weiter 😉

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