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Wave Rock, Pinnacle und der Yanchep National Park


Wie soll die weitere Reise verlaufen? Soll es von Esperance weiter nach Norden und damit erneut zur Bergbaustadt Kalgoorlie-Boulder, oder die westlichere Route nach Hyden und zu den WaveRocks werden?
Beide Strecken bieten Vor – und Nachteile.
In Kalgoorlie Boulder war ich bereits schon, habe mich aber durch die Verschmutzung und den Verkehr der Stadt abgestossen gefühlt. Leider habe ich auf Grund dessen den Super Pit, eine historische Bergbaustadt und die leicht bekleideten Damen in den Salons der Stadt verpasst. Auf der anderen Seite steht Hydren mit den Wave Rock und einem Gebiet, das ich noch nicht kenne und sehr eindrucksvolle Felsformationen haben soll. Beides ist leider aufgrund, der geringen Zeit die noch in Australien bleibt, nicht möglich. Die Entscheidung fiel nicht leicht, ist dann aber einheitlich auf Hyden mit seinem Wave Rock gefallen.

Der Wave Rock ist Teil des etwa fünfundsechzig ha großen Hyden Rock. Dieser Granit-Felsen entstand vor rund 3 Milliarden Jahren und ragt imposant bis circa sechzig Meter über die sonst flache Ebene heraus. Die eigentliche Naturattraktion, der Wave Rock, ist eine etwa einhundertzehn Meter lange und etwa fünfzehn Meter hohe Welle aus diesem Granitgestein. Geologen erklären die ungewöhnliche Form des Felsens  durch Auswaschung (Erosion) und Witterung durch von der Oberfläche herunterlaufendes Regenwasser an der Seite des Grantifelsens.

Ein wirklich sehr imposantes Erlebnis. Gerade zum Sommersonnenuntergang färbt sich die Welle in leicht rötlichen und schwarzen Farben. Ein Bild von mir, mit einem Surfbrett unter dem Arm und in der Welle stehend, wäre ein tolles Motiv gewesen. Mangels eines Surfbrett musste eine Alternative her. Also, einfach in die Welle klettern. Naja, ist gar nicht so einfach, der felsige Untergrund ist spiegelglatt und sehr steil. Dementsprechend wenig Gripp haben die guten Outdoorschuhe. Auch wenn man es den Bildern nicht ansieht, es ist ganz schön anstrengend auf diese Höhe zu krabbeln.

Von hier ging es dann noch einmal an den indischen Ozean und in den Nambuk National Park mit seinen Pinnacle. Diesmal konnte ich die Pinnacle bei wolkenfreiem Himmel und zu Sonnenuntergang erleben. Es ist schon phantastisch, wie sich das Erscheinungsbild der Pinnacle je nach Sonnenstand und Schattenwurf verändert. Besonders wenn im Licht der untergehenden Sonne noch Känguru durch die wunderschöne Landschaft hoppeln.

Mit einen Ghost Walk und dem Besuch einer Koala – Kolonie im Yanchep National Park wurde das Abenteuer Australien für mich beendet.

Die letzte Herausforderung war das komplette Motorradreisegepäck  ordentlich verstaut zu bekommen und die magische Grenze von 30kg pro Person nicht zu überschreiten. Hier hat sich direkt ein weitere Vorteil meines Gepäcksystems ergeben. Durch das geringe Gewicht sowie der kompakten Form der Taschen konnte alles mitgenommen werden.

Mittlerweile bin ich wieder in Deutschland und weine der Zeit in Australien nach. In den nächsten Tagen werde ich mit einem Fazit und einer kleinen Zusammenfassung meiner Eindrücke dieser Reise den vorerst letzten Artikel verfassen. Ein weiterer wird dann wohl erst wieder im Juni, dann wenn meine HPN in Bremerhafen ankommt, erstellt.

Was kommt danach??

Als erstes geht es wieder in den Alltag und in den Job zurück. Meine überigbleibende Freizeit werde ich mit der Aufarbeitung dieser Reise und der Vorbereitung eines Vortrages darüber beschreiten. Ich hoffe, dass ich bis zum Beginn der kalten jahreszeit Euch den Winter mit einem Bildervortrag etwas versüssen kann. Die nächsten Pläne stehen aber schon. Warum nicht mal mit einer Vespa und max. 50 km/h nach Brighton, England. Oder mit einem Gespann nach … aber das sind alles Geschichten von Morgen ;-)???

Vielen Dank fürs mitlesen, mitfiebern und kommentieren meines Abenteuers – Terra Australis – Ein Abenteuer mit dem Motorrad.

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